Schwarzwild in Tadschikistan
Drückjagd, Pirschjagd bei Tageslicht und Ansitzjagd bei Mondschein
Tadschikistan ist kein Land, das man zufällig bereist, es gilt als eines der ursprünglichsten und jagdlich wenig erschlossenen Länder Zentralasiens. Es ist ein Ziel für Entdecker, für Jäger, die das Ursprüngliche suchen und bereit sind, sich auf Unbekanntes einzulassen. Schon bei der Ankunft wird klar: Dieses Land lebt von seinen Bergen, seinen Geschichten und der Herzlichkeit seiner Menschen.
Die Reise beginnt in Duschanbe, der ruhigen, weitläufigen Hauptstadt. Trotz ihrer Größe wirkt die Stadt entspannt, fast gelassen. Schon kurz hinter der Stadt verändert sich die Landschaft dramatisch. Die Straßen winden sich durch tiefe Täler, vorbei an türkisfarbenen Flüssen und schroffen Felswänden. Tadschikistan ist zu über 90 Prozent von Bergen bedeckt – und das spürt man in jeder Kurve. In kleinen Dörfern entlang der Strecke scheint die Zeit stillzustehen.
Der gebirgige GUS-Staat Tadschikistan ist international vor allem für seine außergewöhnlich starken Marco-Polo-Schafe und Steinböcke bekannt. Weniger im Fokus steht, dass das Land ebenso hervorragende Möglichkeiten für die Jagd auf kapitale Schwarzkittel bietet. Insbesondere Keiler erreichen hier beeindruckende Dimensionen: Reife Keiler weisen regelmäßig Waffenlängen von 20 bis 24 cm auf, während kapitale Bassen Hauerlängen von 27 bis 28 cm erzielen, vereinzelt sogar darüber hinaus.
Der Schwarzwildbestand ist insgesamt überdurchschnittlich, die Chancen auf reife Keiler sind hoch. In den weitläufigen, nicht bewirtschafteten Bergregionen lebt das Schwarzwild weitgehend unbehelligt, sodass zahlreiche Überläufer zu reifen, wehrhaften Keilern heranwachsen können. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Schwarzwild für die überwiegend muslimische Bevölkerung religiös tabu ist und daher kaum bejagt wird. Lediglich die russischstämmige Bevölkerung nutzt das Wildbret des Schwarzwildes. Von den Einheimischen erfolgt eine Bejagung in der Regel dort, wo erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen auftreten.
Die Pirschführer sind freundlich und größtenteils erfahrene Jäger. Die Jagd eignet sich vor allem für routinierte Schwarzwildjäger die flexibel auf Jagdsituationen reagieren und Abenteuerbereitschaft sowie Interesse am Land mitbringen.







Ablauf der Jagd
Bei unseren Drückjagden jagen wir mit 4–10 Jägern. Die Jäger werden zum Sonnenaufgang abgeholt und von den Jagdführern ins Revier gebracht, wo sie ihre Stände beziehen.
Dabei ist hohe Flexibilität gefragt, da sowohl kurze als auch weite Schussdistanzen, etwa auf Gegenhänge, vorkommen. Ein Schussstock sollte daher nicht fehlen.
Je nach Terrain sind 3–4 Triebe pro Tag einzuplanen. Pro Jagd werden etwa 10–12Treiber sowie 3–5 Hunde eingesetzt. Aufgrund der sehr hohen Schwarzwildbestände handelt es sich um eine äußerst spannende und intensive Jagd.
Im letzten Jahr konnten wir bei der ersten Drückjagd mit 4 Jägern insgesamt 36 Stück Schwarzwild, darunter 9 grobe Keiler, erlegen. Bei der zweiten Jagd wurden mit 8 Jägern 56 Stück Schwarzwild, davon 14 grobe Keiler, zur Strecke gebracht.
Die Pirschjagd auf Keiler findet von Oktober bis Februar tagsüber statt und erfolgt gemeinsam mit Ihrem Jagdführer in gut einsehbaren Berglandschaften. Dabei werden Keiler, die tagsüber in der Sonne liegen oder auf offenen Flächen äsen oder brechen, angepirscht und erlegt. Diese Jagd Art ist körperlich anspruchsvoll, bietet jedoch ein außergewöhnliches und eindrucksvolles Bergerlebnis.
Für ältere Jäger empfehlen wir die Ansitzjagd an Kirrungen oder unter Obst- und Nussbäumen, an denen die Keiler zur Äsung ziehen.
Bei diesen Einzeljagden kann man bei 5 Jagdtagen mit 3–8 starken Keilern rechnen. Am Ende so einer Jagdreise bleibt das Gefühl, ein Land erlebt zu haben, das roh und wunderschön zugleich ist. Tadschikistan fordert Geduld und Offenheit, belohnt diese aber mit intensiven Eindrücken und echten Begegnungen. Wer einmal hier war, nimmt nicht nur Trophäen und Erlegerfotos mit nach Hause, sondern auch das Gefühl, der Welt ein kleines Stück nähergekommen zu sein. Tadschikistan zeigt sich nicht nur als Jagdrevier, sondern auch als Lehrmeister: rau, großzügig und unvergesslich.
Schwarzwilddrückjagd
Jagdzeit: 15. November bis 15. März
9 Reise-/5 Drückjagdtage mit Vollpension im Jagdcamp, ab/bis Duschanbe, Organisation von Treibern und Hunden, Preis bei einer Gruppe von 3-8 Jägern € 1.780,-
Keiler bis 15 cm € 350,- | Keiler über 15,1 cm € 750,- | Bache € 290,- | Überläufer € 170,- | Wolf € 1.900,- | Braunbär € 6.500,-
Einzeljagd auf Keiler
Jagdzeit: 20. Juni bis 20. Oktober
9 Reise-/5 Jagdtage auf Ansitz und Pirsch, Vollpension im Jagdcamp, ab/bis Duschanbe
Preis pro Jäger bei einem Jäger € 1.950,-
Preis pro Jäger ab zwei Jäger € 1.750,-
Keiler bis 15 cm € 250,- | Keiler 15,1-20 cm € 650,- | Keiler 20,1-25 cm € 850,- | Keiler über 25,1 cm € 990,- | Bache € 290,- | Überläufer € 150,- | Angeschweißt € 150,-
Zusätzliche Abschüsse
Wolf € 1.900,- | Braunbär € 6.500,-
In den Preisen enthalten
Empfang und Verabschiedung am Flughafen Duschanbe, Dolmetscher, Transfer, Pirschführung 1/1, Unterkunft und Vollpension, Rohpräparation und Verpackung der Trophäen für den Rücktransport.
Nebenkosten
Flug Europa – Duschanbe h/r | evtl. VIP Lounge am Flughafen € 150,- | Bearbeitungsspesen € 175,- | Veterinärdokumente pro Keiler € 50,- | Cites für Braunbär und Wolf € 250,- | evtl. Hotel nach der Jagd | Trophäentransport ins Heimatland
